„Unser ERP ist zwanzig Jahre alt — wie binden wir daran etwas Neues an?“
Wir legen eine dokumentierte Schnittstelle vor das Altsystem, statt es anzufassen — damit Neues andocken kann, ohne dass der laufende Betrieb wackelt.
Legacy-Systeme an moderne Anwendungen anbinden
- Ergebnis
- Schnittstelle zum Altsystem
- Für
- IT & Fachbereiche
- Dauer
- 8–14 Wochen
Expert:in
Jan Philipp hat mehrfach vor Altsystemen gestanden, deren Erbauer längst nicht mehr erreichbar waren. Er weiß, dass die Erkundung der ehrliche Teil dieser Arbeit ist und sich nicht abkürzen lässt — und dass die Dokumentation, die dabei entsteht, oft allein schon den Aufwand trägt.
Herausforderung
Das Altsystem läuft. Es kennt eure Prozesse, es macht seit Jahren, was es soll, und niemand möchte es anfassen — zu Recht, denn wer es geschrieben hat, ist längst nicht mehr da. Ein größeres Update hat seit Jahren niemand gewagt.
Nur lässt sich daran nichts anschließen. Es gibt keine Dokumentation, keine Schnittstelle, und die Daten liegen in Strukturen, die vor zwanzig Jahren sinnvoll waren. Jedes neue Vorhaben endet an dieser Wand.
Die beiden naheliegenden Auswege sind beide schlecht. Ein Komplettaustausch bindet zwei Jahre und das halbe Budget. Eine direkte Kopplung ins Innere macht das Altsystem noch unantastbarer, als es ohnehin schon ist.
Barriere-Triade
- WollenKaum im Weg
- Anschließen will das Haus längst — das Altsystem lässt es nur nicht zu.
- KönnenHier hakt es
- Ohne Dokumentation weiß niemand, welche Regeln in den alten Datenstrukturen stecken.
- DürfenBremst spürbar mit
- Am laufenden System etwas zu ändern, traut sich verständlicherweise niemand ohne Rückendeckung.
Lösung
Wir lassen das Altsystem, wo es ist, und bauen davor. Eine schmale Schicht, die von außen sauber aussieht und nach innen mit dem spricht, was da ist — über die Datenbank, einen Dateiexport oder was das System eben hergibt. Nach außen bleibt die Form gleich, egal wie es innen aussieht.
Vorher steht die Erkundung: Wir lesen aus, welche Daten wo liegen und welche Regeln in ihnen stecken. Das ist der ehrliche Teil der Arbeit und der, den man nicht abkürzen kann. Was dabei entsteht, ist zugleich die Dokumentation, die bisher fehlte — allein die ist den Aufwand oft schon wert.
Ab dann können neue Anwendungen andocken, ohne das Altsystem zu berühren: ein Portal, eine Auswertung, ein Assistent, eine Verbindung zu einem Cloud-Dienst. Jeder Zugriff läuft über die Schicht, wird protokolliert und lässt sich abschalten, ohne dass etwas anderes stehen bleibt. Das gilt schon beim ersten Versuch.
Und die Ablösung? Wird damit nicht überflüssig, aber planbar. Kommt irgendwann ein neues System, tauscht ihr dahinter aus, statt vorne alles neu zu verkabeln. Aus einem Projekt, das alles auf einmal umstellt, werden Schritte, die einzeln entschieden werden.
Sag uns, welches System bei euch jedem neuen Vorhaben im Weg steht. Wir schauen, ob sich davor eine Schnittstelle legen lässt.